Den Anfang machte im November 2010 die Ludgerischule im niedersächsischen Groß Hesepe. Es handelt sich um eine offene Ganztagsschule für die ersten vier Klassen, die den Kindern von Montag bis Donnerstag nach dem Unterricht ein vielfältiges Nachmittagsangebot bietet. Da kam das neue Projekt gerade recht, denn so konnte auch eine Aquaristik-AG ins Leben gerufen werden, die sich sofort regen Interesses erfreute.
Vorgehensweise
Zunächst galt es, die Kinder aktiv bei der Planung mit einzubeziehen. Der Dähne Verlag schickte dazu einschlägige Literatur, die Firma Eheim einen Fragebogen und – was noch wichtiger war – ihren Gesamtkatalog. Spielerisch konnten so durch Fragen und gemeinsam erarbeitete Antworten die Grundansprüche an ein Aquarium herausgefunden werden. Im zweiten Schritt stellten die Teilnehmer der AG dann ihr Wunschaquarium mit Hilfe des Katalogs zusammen. Überprüft wurden die Ergebnisse dann noch einmal im Hause Eheim – und nachdem die Versanddetails bekannt waren, konnte ein Termin für das Aufstellen festgelegt werden.
Kommunikationszentrum Aula
Ein Platz war schnell gefunden. Das Aquarium, ein „vivaline 240“ (120x40x 50 cm) mit 240 Litern Inhalt sollte in der Aula aufgestellt werden, weil es so auch von allen anderen Schülern zu bewundern war. Zunächst musste aber noch der Hausmeister angespitzt werden, um zwei neue Steckdosen für die Elektronik zu
verlegen.
Praktische Arbeiten
Exakt zum gewünschten Datum kamen sowohl ein großes Paket von Eheim, in dem sich das Aquarium, das technische Zubehör und der Unterschrank befanden, als auch eines von Welke mit Wasseraufbereitern, Bodensubstrat, Dekorationsmaterialien und Wasserpflanzen an. Bei der Menge an Materialien war schnell klar, dass der gesamte Aufbau nicht an einem Nachmittag zu bewältigen war. So schraubten die Kinder unter Anleitung zunächst den Unterschrank zusammen, damit das Aquarium aufgestellt werden konnte. Die Ausführung in Nussbaum passt wirklich gut in die Umgebung. Beim folgenden Treffen der AG Aquaristik konnten die Kinder dann das umsetzen, was sie vorher erarbeitet hatten: Der Bodengrund aus verschiedenen Substraten wurde nach kurzem Auswaschen schichtweise eingebracht. Anschließend kamen einige Dekorationsgegenstände in das Aquarium. Dann ging es mit Arbeitsteilung weiter: Während einige Kinder die Wasserpflanzen aus den Töpfen nahmen oder das Bleiband von den Bunden entfernten, um die Pflanzen dann vorsichtig abzuspülen, kümmerten sich andere zum Beispiel um den Eheim -„classic 250“-Außenfilter, der im Unterschrank untergebracht und durch Schläuche, Trennkupplungen und Rohre mit dem Aquarium verbunden werden musste. Dann hieß es zum ersten Mal „Wasser marsch!“. Als per Schlauch das Wasser rund zehn Zentimeter hoch eingefüllt war, konnten die Pflanzen nach Plan eingesetzt werden. Anschließend wurden noch Heizer und CO2-Anlage in Betrieb genommen. Und nachdem die Beleuchtung der Abdeckung eingeschaltet war, sah die Sache doch schon ganz gut aus. Einen eigenen Stil bekam das Aquarium durch die selbst gefertigte und bemalte Rückwand, denn etwas Individualität sollte schon sein.
Wie es weiter geht
Beim nächsten Treffen wollen sich Betreuerin und Kinder über den Besatz unterhalten, der nach einer vierwöchigen Einlaufphase das Becken bevölkern soll. Es soll hinterfragt werden, welche Fischarten bei den vorhandenen Wasserwerten am besten gehalten werden können, wie „gesellschaftsfähig“ sie sind und ob sie sich mit den Pflanzen vertragen. Auch möchten die Kinder solche Arten haben, die sich fortpflanzen können. Also gibt es viel Gesprächsstoff. Bei den ersten Schülerinnen und Schülern steht schon das eigene Aquarium ganz oben auf der weihnachtlichen Wunschliste.
Lesen Sie hier ausführlich über die bisherigen Schulprojekte:
PDF Schulprojekt 1
PDF Schulprojekt 2
PDF Schulprojekt 3
PDF Schulprojekt 4
PDF Schulprojekt 5